Titel:
Persönliche Schutzausrüstungen (PSA)
Richtliniennummer:
Verordnung 2016/425 ersetzt 89/686/EWG geändert durch 93/68/EWG, 93/95/EWG und 96/58/EG
Umgesetzt durch:
Eine Umsetzung ist nationales Recht ist bei Verordnungen nicht mehr notwendig. Früher erfolgte dies durch die  8.ProdSGV = 8.Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz, kurz ProdSG (vormals GPSG)
CE-Info für Kunden:
  • CE-Zeichen am Produkt, ggf. mit Kennnummer der benannten Stelle
  • Info bzw. Dokumentation nach Anhang II in der Sprache des Verwenderlandes
Hier frei vorhanden:
PSA-Verordnung 2016/425 zur Aufhebung der Richtlinie 89/686/EWG (pdf)
Normenliste vom Dezember 2015 (pdf)
Leider liegt uns noch keine Liste für die neue Verordnung vor, auch sind hier sehr oft Ergänzungen oder Änderungen zu den Normenlisten zu beachten, deshalb bitte ggf. selbst aktuell recherchieren!

Die Quellenangaben finden Sie in den pdf-Dateien.
Kurzdefinition:
Als persönliche Schutzausrüstung im Sinne dieser Richtlinie gilt jede Vorrichtung oder jedes Mittel, das dazu bestimmt ist, von einer Person getragen oder gehalten zu werden, und das diese gegen ein oder mehrere Risiken schützen soll, die ihre Gesundheit oder ihre Sicherheit gefährden können.

Persönliche Schutzausrüstungen

Nach Richtlinie 89/686/EWG ist nach dem 1.Juli 1995 kein Verkauf ohne CE-Kennzeichnung erlaubt.
Verkürzte Definition:
Als persönliche Schutzausrüstung im Sinne dieser Richtlinie gilt jede Vorrichtung oder jedes Mittel, das dazu bestimmt ist, von einer Person getragen oder gehalten zu werden, und das diese gegen ein oder mehrere Risiken schützen soll, die ihre Gesundheit oder ihre Sicherheit gefährden können.
Folgende vereinfachte Kategoriedarstellung ist zu beachten:

  • Kategorie I: einfache PSA, z.B. Gartenhandschuhe, Knieschützer,
  • Kategorie II: PSA, die nicht in Kategorie I und III fallen, z.B. Industrieschutzhelme
  • Kategorie III: komplexe PSA, z.B. Atemschutzgeräte, hier ist CE mit vierstelliger Nummer einer benannten Stelle anzubringen!

Ausnahmeliste dazu:

Ausgenommen von dieser Regelung sind Produkte wie

  • speziell für Ordnungskräfte entwickelte und hergestellte persönliche Schutzausrüstungen (Helme, Schilde usw.).
  • Persönliche Schutzausrüstungen für die Selbstverteidigung gegen Angreifer (Aerosolgeräte, Abschreckungshandwaffen usw.).
  • für private Verwendung hergestellte und entwickelte persönliche Schutzausrüstungen gegen:
    • Witterungseinflüsse (Kopfbedeckungen, witterungsgerechte Kleidung, Schuhe und Stiefel, Regenschirme)
    • Feuchtigkeit, Wasser (Spülhandschuhe usw.)
    • Hitze (Handschuhe)
  • zum Schutz oder zur Rettung von Schiffs- oder Flugzeugpassagieren bestimmte persönliche Schutzausrüstungen, die nicht ständig getragen werden.
  • Helme und Sonnenblenden für Benutzer zweirädriger und dreirädriger Kraftfahrzeuge.

Nachfragen bei speziellen Problemen dürften sinnvoll sein – den die Begriffe sind nicht immer eindeutig bekannt. Die Abwägung kann schwierig werden, so sind z.B. Sicherheitsreflektoren für Fußgänger nach EN 13356 technisch zu gestalten und mit der CE-Kennzeichnung zu versehen.

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